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May 16 Burma (re) In den letzen Tagen konnte sich keiner von uns den Bildern im Fernsehen entziehen, die uns von Burma erreichten. Keiner von uns konnte sich das Leid dieser Menschen auch nur annähernd vorstellen. Keiner von uns wagte auch nur daran zu denken, dass Hilfe nicht gleich Hilfe sein kann.In Burma scheint "Hilfe" aber eine andere Bedeutung zu haben. Zumindest für die Junta. Schon fast 2 Wochen ist es nun her, dass der Zyklon über Burma hinwegzog und zehntausende Menschen tötete. Doch noch immer erreichen die Hllfsgüter nur äusserst zögerlich das Katastrophengebiet. "Warum", fragte ich mich in den Tagen nach dem Wirbelsturm immer und immer wieder "Warum verzögert und verweigert die greise Militärregierung jegliche Hilfe für seine vom Schicksal schwer getroffene Bevölkerung?" Ich hatte zwar meine Vermutungen, aber die war so fern von jeglicher Realität in meinen Augen, dass ich sie nicht wahrhaben wollte.
Gestern jedoch bewahrheiteten sich meine schlimmsten Befürchtungen. Reporter fanden internationale Hilfsgüter deren Logo mit Bildern der Junta-Generäle überklebt worden ist! Darum wollten sie die Hilfslieferungen nur zögerlich zulassen. Sie wollen, dass die Bevölkerung glaubt die dringend benötigten Hilfslieferungen stammen von der burmesischen Militärregierung. Wenn das Logo von Generälen der Junta auf den Reissäcken klebt werden die Menschen ihre korrupte Regierung für die Hilfe dankbar sein und nicht der internationalen Gemeinschaft die so selbstlos wie selten spendet. So ist der Taifun eine willkommene PR-Propaganda um ihr diktatorisches Bild aufzupolieren... auf Kosten der leidenden Menschen! So erscheint es fast so, als ob sie die Hilfgüter deswegen verzögern, weil sie zuwenig Aufkleber mit dem Konterfei der Militärführer wie z.B. vom Senior General Leader Than Shwe (Bild li.u). Zuweilen gelangen zwar Hilfsgüter ins Land, werden aber zuweilen nicht von internationalen Hilfsorganisationen verteilt. Doch noch immer sitzen u.a. Rettungskräfte aus der Schweiz im benachbarten Ausland fest, da sich die burmesische Regierung immer noch geweigert hat Visa auszustellen! In anderen Katastrophenfällen haben Regierungen weniger bürokratisch gehandelt und z.T. Hilfskräfte ohne Visa einreisen lassen. Auch hier stellt sich die Frage warum?! Nun, aus dem gleichen Grund wie bei den Hilfslieferungen. Die burmesische Junta will bei er Bevölkerung nicht den Eindruck erwecken, dass nicht sie selbst, sondern das Ausland Hilfe schickt! Doch das burmesische Militär ist mit der Situation total überfordert. Es fehlt an allem. Sie sind schlicht für solche Einsätze nicht ausgebildet worden und auch entsprechendes Einsatzgeräte fehlt völlig. Ein Katastrophenschutz existiert nicht in Burma! So zumindest behaupten es Insider. Doch das glaubt man gerne, wenn man sieht, dass diese Armee nur mit Waffen ausgerüstet ist. Selbst in diesen Tagen sieht man schwer bewaffnete Soldaten im Katastrophengebiet. Total fehl am Platz. Was wollen sie bitte beschützen? Die leidende Bevölkerung? Hilfsgüter die eh fehlen? Eine Schaufel würde ihnen besser stehn als ein Sturmgewehr! Es sieht eher danach aus, als ob sie eventuelle Aufstände schon im Keim ersticken sollen, die Menschen einschüchtern. Inzwischen sind schon Seuchen in Lagern ausgebrochen. Die Lage verschlimmert sich also, doch die Junta bleibt hart. Auch Ärzte werden nur sehr zögerlich ins Land gelassen, obwohl genau diese jetzt dringend gebraucht werden, da die Hospitale schlicht überfordert und schlecht ausgebildet sind und es fehlt überall an Medikamenten um Erkrankungen zu behandeln.
So wird es wohl noch tausende Opfer mehr geben wegen dem kindischen Verhalten der Junta. Traurig aber wahr. May 07 In Schweden ist es seit 1999 schon verboten: Die käufliche Liebe, sprich Prostitution. In Norwegen ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit. Sehen wir uns einmal solch ein Verbot von beiden Seiten an.
In Schweden hat sich gezeigt, dass der Strassenstrich praktisch vollständig verschwunden ist. Prostitution ist wie schon erwähnt bei Strafe verboten. Nun gut, der das horizontale Gewerbe ist dort Geschichte, könnte man meinen, doch jetzt haben die Schweden eine Situation, die sie viel weniger kontrollieren können als ein sichtbarer Strassenstrich. Die Prostituierten arbeiten jetzt einfach im Untergrund. Somit geschieht zweierlei: Die Prostitution wuchert im Untergrund munter weiter und die Prostituierten werden jetzt erst recht von skrupellosen Zuhältern missbraucht und die Hilfsorganisationen haben keinen oder nur noch einen eingeschränkten Zugriff auf die Prostituierten. Zwar ist der käufliche Sex von der Strasse weg, quasi "Aus den Augen, aus dem Sinn", jedoch eben nur "aus den Augen"! Somit ist die ganze Sache nicht mehr kontrollierbar. Von diesem Gesetz profitiert nur eine Seite; die der Zuhälter! In Norwegen wird es aller Wahrscheinlichkeit genauso weit kommen. Zwar ist dort das Gesetz noch nicht verabschiedet, aber da die zweidrittel Mehrheit des Parlaments diesen Gesetzesentwurf unterstützt ist es nur eine Frage der Zeit. Was noch zu den ganzen Problemen dazu kommen wird, ist der beginnende Sex-Tourismus. Die Freier weichen einfach in die Nachbarländer aus um zu ihrer Befriedigung zu kommen. Somit wird sich dort die Lage der Frauen verschlimmern da sie dann meist gezwungen werden mehr Freier zu bedienen als sonst. Somit findet auch noch eine Verlagerung statt auf Kosten der Frauen in den Nachbarländern. Auch Frauenorganisationen sehen es ähnlich. Das Gesetz hat leider eine Schattenseite, die die Politiker scheinbar nicht erkennen wollen oder können. Somit bleibt dieses Gesetz wieder einmal mehr nichts als heisse Luft die Politiker gern von sich lassen um sich zu profilieren oder um die Wähler auf anstehende Wahlen einzustimmen. Die Prostituion bekämpft das Gesetz schlicht und einfach nicht. Sie verschwindet lediglich in den Untergrund! April 20 Die Negativschlagzeilen im Vorfeld der olympischen Spiele in China wollen nicht enden. Jede Station des olympischen Feuers mutiert von einem Fackellauf zu einem Spiesrutenlauf. Unter allerstrengsten Vorkehrungen wird die Flame in Flugzeugen transportiert. Oft wird nicht wie sonst üblich auf einem öffentlichen Flughafen gelanden und die Übergabe vollzogen, sondern auf einem Militärstützpunkt. Nur schon diese Tatsache sollte eigentlich jeden erschaudern lassen! Was hat das noch mit olympischen Frieden zu tun. Obwohl China ja, wie sie selbst immer wieder versuchen zu vermitteln, seine freundliche Seite zeigen will, sagen die Schlagzeilen in der Weltpresse etwas ganz anderes. Frankreich wird z.B. vorgeworfen sie hätten viel zu wenig zur Sicherung ders Fackellaufes beigetragen! 5000 Polizisten seien viel zu gewesen! Unfassbar! Jetzt wird sogar zu einem Boykott von französischen Erzeugnissen aufgerufen. Das ist nicht mehr Patriotismus, sondern Nationalismus in ihrer scheusslichsten Art. In Indien wurde der 3km lange Fackellauf sogar von sagenhaften 15'000 Polizisten komplett abgeriegelt. Natürlich waren auch hier diese locker gekleideten chinesischen Sicherheitskräfte dabei, doch dazu später noch mehr. Kein einziger Zuschauer wurde durchgelassen. So gut beschützt war die Flamme seit Beginn des Fackellaufes nicht. Selbst von Regierungsseite sind immer agressivere Töne zu hören die so gar nicht zu den vorherigen Äusserungen eines freundlichen Chinas passen. "Man wolle nur das Gesicht nicht verlieren" aha.... was schon verloren ist, kann nicht mehr verloren werden! China verurteilt dann auch die Proteste aufs Allerschärfste und wirft allen Ländern in denen die Fackel Station machte einerseits Unfähigkeit vetreffend der Sicherung, andererseits unwahre Berichte in der lokalen Presse vor. Nicht wirklich diplomatisch wenn es China doch darum geht sich von seiner besten Seite zu präsentieren. Jeder der sich negativ gegenüber China äussert kann Ziel von chinesischen Nationalisten werden! Das musste sogar ich am eigenen Leib erfahren. Heute morgen fand ich im Blog-Posteingang folgende Nachricht in einem saumässigen Englisch:
"Fuck you and your fucking Blog! Chinese are the greatest Land in the World. We rule the World. Punish Tibet, punish Switzerland. If you dont stop blogging, we kill you!" So viel zum Lächeln des Ostens :-). Wie sagt man doch so schön. Wer auf Vorwürfe harsch reagiert will oft ein Stücklein Wahrheit verdrängen oder nicht begreifen! So ist es wohl auch bei diesem Chinesen, der tatsächlich, nach seiner IP nach aus China geschrieben hat. Mich wundert nur, wie er den "Golden Shield" überwinden konnte. Denn Blogs wie dieser sind im Normalfall in China gar nicht aufrufbar oder werden automatisch zensiert. Die Firewall, genannt "The golden Shield", blockt alle Seiten die sich negativ über China, Menschenrechte usw. äussern. Alleine für diese Internetzensur sind schätzungsweise 50'000 Beamte beschäftigt! Da sieht man, wie ernstes der chinesischen Führung ist, das Land abzuschotten. Ganz so dumm war dieser kleine Chinese offenbar nicht :-). Vor allem muss er den Text ja übersetzt haben, denn er hat offenbar keine Deutschkentnisse. Deutsch direkt ins Chinesische zu übersetzen ist etwas schwierig :-). Doch was zeigt uns dies? Nun es zeigt, dass das ach so freundliche China jetzt sein wahres Gesicht offenbart. Jetzt begleiten speziell ausgebildete chinesische Sicherheitskräfte in schicken blau weissen Traineranzügen die Fackel. Es gibt sogar Gerüchte, dass diese vom deutschen GSG9 ausgebildet worden sind. Sowas gab es in der ganzen Geschichte des olympischen Fackellaufes nicht! So bleibt nach den bisherigen Fackelläufen ein äusserst fahler Beigeschmack inklusive bitterem Abgang! Man wird sich ausmalen können, wie die eigentlichen Spiele im Sommer werden. Es ist den Sportlern zwar gemäss IOC-Reglement verboten worden sich politisch zu äussern, jedoch wird man mit Sicherheit vereinzelte Sportler erleben, die sich trotz dieses verordneten Maulkorbes des IOC's es sich nicht nehmen lassen auf die Misstände in China aufmerksam zu machen. Möglich wäre dies z.B. mit einem organgen T-Shirt. Die tibetischen Mönche tragen ja Kutten in oranger Farbtönen. Armbinden mit Texten sind aber wiederum verboten. Aber: dieses Verbot gilt nur für Stadien und anderen olympischen Standorten. Ausserhalb dieser "Zonen" ist es den Sportlern im Prinzip frei sich über politische Themen zu äussern. Jedoch machen jetzt schon Gerüchte die Runde, dass die Spitze des IOC's Empfehlungen an alle Verantwortlichen herausgegeben haben in denen betont wird, dass die Sportler doch bitte auch sonst "die Schnauze halten" sollen. Je näher die Spiele rücken, desto agressiver wird der Ton. Vor allem Seitens China. Bis jetzt wurde zwar der Fackellauf nicht abgebrochen, aber es ist sehr gut möglich, dass es bald soweit sein wird und der IOC die Notbremse zieht um einem weiteren Imageschaden vorzubeugen. Ich für meinen Teil fände ein Abruch ein Signal in die richtige Richtung. Es würde die Welle der Entrüstung wenigstens etwas glätten. Egal welchen Weg die politische Führung in China einschlagen wird, werde ich auch weiterhin die Spiele boykottieren. Man muss aber klarstellen, dass ein Boykott nicht gegen die Teilnehmer der Spiele, sondern gegen die politische Führung gerichtet ist! Oft wird das etwas missverstanden. April 08 Und wieder einmal nach vier Jahren finden olympische Sommerspiele statt. Doch dieses Mal stehen die Spiele unter einem ganz schlechten Stern. Denn die eigentlich völkerverbindenden Spiele finden diesen Sommer in China statt! Genau! Das Land, dass Menschenrechte nur auf dem Papier kennt. Das Land, dass sich gegen die Eigenständigkeit von Tibet wehrt und in früheren Zeiten blutige Kriege deswegen führte. Das Land in dem Zensur zur Staatskultur gehört. Im Internet spricht man vom "Golden Shield". Und ausgerechnet in diesem menschenfeindlichen Land finden die olypmischen Spiele statt! Ich frage mich dauernd, wie es China überhaupt geschafft hat sich für die Spiele zu qualifizieren! Es scheint fast so, als ob hier vor allem Geld eine grosse Rolle spielte. Für die Sponsoren und Werber ist China quasi ein goldener Esel der gemolken werden will. Man verspricht sich wohl schnellen Reichtum. Anders kann ich mir das nicht erklären. China ist das pure Gegenteil vom olympischen Gedanken! Ich stelle mir jetzt schon vor, wie es dann sein wird. In den Stadien sind keine Einheimische, sondern nur Touristen, aber vor allem Funktionäre, bezw. solche die sich die Preise leisten können. Natürlich wird das ganze Stadion von tausenden Polizisten abgeriegelt, das jaaaaa kein Demonstrant seine Message vermitteln kann. Und sicher, sogar ganz sicher, wird es Sportler geben, die sich in irgendeiner Weise negativ über die Spiele äussern wird. Das ist quasi vorprogrammiert. Auch ich finde, man sollte diese Spiele boykottieren. Das gemeine Volk hat von dem ganzen Rummel sowieso nichts. Im Gegenteil. Im Zuge der Errichtung von Sportanlagen und Stadien wurden Einwohner ganzer Viertel z.T. zwangsenteignet. Die Regierung bestreitet dies, jedoch liegen eindeutige Beweise vor. Leider will diese das olympischen Komitee nicht sehen, oder sie wollen es nicht. Dafür versuchen sie mit allen Mitteln die Spiele schön zu reden. Doch man sieht es an den neuerlichen Protesten während des Fackellaufes. Es gelingt ihnen nicht wirklich.
Ich war selbst einmal vor ein paar Jahren in Peking und ich kann von meinen eigenen Eindrücken auch sagen, dass es ein Land der krassen Gegensätze ist. Z.B. trennt eine Mauer ein altes verkommenes Viertel vom Bankenviertel mit Marmor, Springbrunnen, verglasten Hochhäusern usw. Eine einzige Mauer, ein paar Meter trennen hier Arm von Reich. Doch das beste ist, dass die Mauer immer weiter in die Armenviertel vorrückt um Platz zu machen für weitere prachtvolle Hochhäuser, so erzählte es mir ein Einwohner in gebrochenem Englisch. Natürlich werden dann die Leute einfach vertrieben und ihre Häuser einfach abgerissen. Ohne jegliche Entschädigung seitens der Regierung. Man merkte auch, dass die Leute sehr ängstlich waren mit Touristen zu reden. Man hatte das Gefühl, dass sie Angst hatten, dass sie ein Spitzel der Regierung beobachten könnte, der sie anschliessend als Denunziant verunglimpft häte. So oder ähnlich. Zumindest war es ein sehr belemendes Gefühl.
So werden diese Spiele wohl alles andere als völkerverbindend und ein Hort des Friedens werden. Solange Die Regierung ihre menschenfeindliche Gesinnung nicht ändert. Hätte ich diesen Beitrag als Chinese irgendwo in China geschrieben, dann wäre wohl kurz nach Erscheinen des Beitrags in meinem Blog die Polizei anmarschiert und hätte mich inhaftiert. Beschuldigung: Verrat und Untergrabung der Landesdoktrin. Das ist ja leider nichts neues. Vielen Regierungskritikern ist es genau so ergangen. Einige verschwanden für viele Jahre hinter Gitter, einige tauchten gar nicht mehr auf. Über ihr Schicksal weiss man überhaupt nichts. April 01 Es ist mal wieder an der Zeit an die Urne zu gehen. Die freie Ärztewahl steht auf dem Spiel! Christoffel Brändli (SVP), Präsident von santésuisse, dem Dachverband der Krankenkassen und somit Lobbyist der seines Dachverbandes im Parlament, gab in der vergangenen Herbstsession den Anstoss für eine Änderung im Gesundheitswesen. "Mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung", so der Titel. Schön gesagt, aber treffender wäre wohl eher "Alle Macht den Krankenkassen". Dies würde die Absicht von santesuisse treffender wiedergeben. Dieser Stichentscheid Von Brändli war nur möglich, weil viele Parlamentarierinnen und Parlamentarier Lobbyisten der Krankenkassen sind. An diesem Beispiel sieht man wieder einmal deutlich, dass Lobbyismus für eine Demokratie nicht förderlich ist.
Doch was heisst das für den Prämienzahler? Ganz einfach: Er darf unter Umständen nicht mehr frei seinen behandelden Arzt wählen. Die Krankenkassen dürfen in Zukunft selbst entscheiden mit welchen Ärzten sie Verträge abschliessen wollen. Im Detail heisst das für den Patienten, dass die Kasse den behandelnden Arzt von Fall zu Fall selbst bestimmen darf. Somit kann es passieren, dass Frau A. plötzlich nicht mehr zu ihrem gewohnten Frauenarzt ihres Vertrauens gehen darf, weil dieser keinen Vertrag mit ihrer Krankenkasse hat. Sie hat jetzt nur die Möglichkeit eine Kasse zu suchen, die ein Vertragsverhältnis mit ihrem Arzt hat. Vor allem bei Frauenärzten ist ja das Vertrauen enorm wichtig für die Patientinnen. Dass genau in diesem Bereich die Kassen vorschreiben dürfen zu welchem Frauenarzt Frau A. in Zukunft gehen soll halte ich für absolut unzumutbar! Nicht nur im Fall von Frauenärzten! Doch diese tolle Zukunft hat noch andere Schattenseiten: Die Qualität der Behandlung wird sinken! Die Befürworter um Christoffel Brändli sind hier logischerweise ganz anderer Meinung, doch am Beispiel anderer Länder sieht man deutlich, dass genau das passieren wird. Denn das Ziel des Dachverbandes der Krankenkassen santésuisse ist es ja die Kosten zu senken, oder wohl eher den Gewinn zu maximieren. Somit würden die Kassen nur noch Verträge mit Ärzten abschliessen die wenig Kosten verursachen. Ärzte die dann keinen Vertrag haben werden sich wohl dem Druck beugen und ebenfalls günstige Behandlungen anbieten was nur mit zweitklassiger Medizin möglich ist. Somit würde das Gesundheitssystem generell an Qualität einbüssen. Bei Darmkrebs z.B. gibt es Therapievarianten die sich in Kosten und Wirkung deutlich unterscheiden. Wenn ein Arzt seinen Patienten mit teureren und wirksameren Medikamenten behandelt, gerät somit ins Fadenkreuz der Krankenkassen und riskiert seinen Vertrag mit ihnen. Somit gerät er in Versuchung die billigere, schlechtere Therapie anzuwenden um keine Probleme mit der Kasse zu bekommen. Für santésuisse gilt schon heute jeder siebte Arzt und jede siebte Ärztin punkto Kosten als "auffällig". So sieht Zwang aus! Alles unter dem Deckmantel der Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitssteigerung! Eigentlich kaum zu glauben, aber leider wahr! Die Verbindung der schweizerischen Ärztinnen und Ärzte FMH, warnt denn auch davor diese Vorlage anzunehmen. Es hätte für den Prämienzahler und der ausgezeichneten Versorgung der Patienten, katastrophale Folgen wie eben schon aufgeführt. Sie empfehlen dringend die Vorlage am 1. Juni abzulehnen. Sehen wir uns die Irrtümer mal etwas genauer an: Irrtum 1: -
Mehr Macht für die Krankenkassen bringt keine Effizienzgewinne für das Gesundheitswesen. Patienten die, um bei ihrem Hausarzt bleiben zu können, ständig die Krankenkasse wechseln verursachen zusätzliche Kosten und einen verwaltungstechnischen Mehraufwand der den Effizienzgewinn wieder auffrisst. Irrtum 2: -
Die Qualität der medizinischen Behandlungen steigt nicht wie von den Befürwortern gern gesagt, sondern im Gegenteil: Sie sinkt zwangsläufig. Denn wenn die Kassen frei wählen können mit welchen Ärzten sie Verträge abschliessen, wählen sie aus Gründen der Gewinnmaximierung immer die Billigsten und somit meist die qualitativ schlechtere Behandlung. Irrtum 3: Fazit: Dies alles dient nur einem Zweck: Den Kassen die absolute Macht zu geben und ihre Kassen noch weiter zu füllen. Natürlich weiterhin mit der jährlichen Prämiensteigerung. Wer also auch weiterhin seinen behandelnden Arzt selbst aussuchen und das Optimum an Therapien beanspruchen möchte muss diese Vorlage Bach ab schicken. Nur so wird der Volkwillen erhalten der wie schon gesagt in vielen Statistiken klar aufgezeigt wurde.
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